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Ist die Zeit wirklich schon vorbei?
Ja, in der Tat, acht
Jahre Tätigkeit im Presbyterium liegen hinter mir. Was mir vor acht Jahren
wie ein unüberwindlicher Berg vorkam, es hat sich – im Nachhinein –
relativiert, auch zeitlich. Als ich vor acht Jahren begann, hatte ich nur
sehr bedingt eine Ahnung von dem, was auf mich zukam. Von den Presbytern
bekam ich ja nur das mit, was ein „normales Gemeindeglied“ so mitbekommt:
das ist die Person, die an Sonntagen eine Lesung hält und die Kollekte
einsammelt. Sicher, etwas mehr wusste ich schon, war ich doch durch
Pfarrer Schenck auf die vielfältigen Aufgaben hingewiesen worden. Dass sie
jedoch so vielfältig und umfassend sein könnten, daran hatte ich nicht im
Entferntesten gedacht.
Nach und nach wurde mir erst während meiner Tätigkeit das deutlich,
was ich vom Papier her schon vorher wusste: Das Presbyterium ist das
Leitungsorgan der Gemeinde! Nichts kann – genau genommen – ohne Zustimmung
des Presbyteriums geschehen. Machen wir es konkret: Jede
Personalentscheidung, also zum Beispiel die Einstellung eines
Jugendmitarbeiters; jede Sachentscheidung, wie zum Beispiel der Bau des
Glockenturms für die Trinitatiskirche, muss vom Presbyterium beschlossen
werden. Dass bei einer solchen Machtfülle eines Gremiums Entscheidungen
wohl bedacht und beraten werden müssen, versteht sich von selbst. Die
dafür anberaumten monatlichen Sitzungen reichen oft nicht aus, besonders,
wenn Themen kontrovers diskutiert werden; dann sind zusätzliche Sitzungen
der Bezirkspresbyterien – das sind die vier Presbyter des Bezirks und der
Bezirkspfarrer – notwendig. Viele Entscheidungen werden auch in
Ausschüssen beraten und dem Presbyterium zur Entscheidung vorgelegt. Und
Ausschüsse gibt es jede Menge; hier seien nur einige genannt: Ausschuss
für Theologie und Gottesdienst, Jugendausschuss, Finanzausschuss,
Bauausschuss etc. Natürlich hat jeder Ausschuss wiederum eine oder einen
Vorsitzende/n. Und wem das zu regional ist, der kann sich auch
überregional im Kirchenkreis oder in der Kreissynode engagieren. Das alles
sind die Haupttätigkeiten im Presbyterium. Man kann getrost sagen: das
Presbyterium wirkt im „stillen Kämmerlein“ und leitet durch seine
Entscheidungen die Gemeinde, ohne davon großes Aufheben zu machen. Und nur
ab und zu – auf Gemeindeversammlungen zum Beispiel – wird das ein oder
andere öffentlich.
Nach meiner Zeit als Presbyter steht mir
sicher ein kurzer Rückblick zu. Mit viel Engagement trat ich an und ließ
mich darauf ein, das Amt des Vorsitzenden des Jugendausschusses zu
übernehmen. Doch leider konnte ich nicht soviel bewegen, wie ich gerne
bewegt hätte: Zu unterschiedlich waren die Auffassungen von Jugendlichen,
Jugendmitarbeitern und mir. Die notwendige Konsequenz war für mich der
Rücktritt von diesem Amt, um Menschen Platz zu machen, die es „besser
können“. Naturgemäß ist die Jugendarbeit schon deshalb eine schwierige
Aufgabe, weil Jugendliche auf Grund von Ausbildung und Studium oft die
Gemeinde verlassen müssen: Kontinuität in der Arbeit ist da schwierig; und
doch ist es trotz aller Rückschläge dringend nötig, sich für Jugendarbeit
zu engagieren. Warum sich – allein schon deshalb – nie Jugendliche bei
Presbyterwahlen als Kandidaten/Kandidatinnen zur Verfügung stellen, obwohl
sie hier viel für die Interessen der Jugendlichen bewirken könnten, ist
mir unklar geblieben.
Als für mich schönes Highlight empfand ich
alle Sitzungen der Kreissynode, denn hier wurde wohltuend offen und hart,
aber doch höflich im Umgang mit dem anderen, diskutiert. Themen wie
„Sexualität und Lebensformen“ werfen naturgemäß Probleme auf, um deren
Lösung gerungen werden muss: Steht die Kirche hier doch nicht nur im
Rampenlicht der Öffentlichkeit, sondern auch in der Verantwortung des
Evangeliums. Dass in der Vorbereitung solcher Themen auch Diskussionen im
Presbyterium notwendig waren, versteht sich von selbst. An dieser Stelle
denke ich gerne an die Wochenendtagungen im Hromadka-Haus in Zweifall bei
Aachen zurück. Diese Tagungen waren sehr bereichernd, weil neben dem
ernsten Ringen um Themen auch das persönliche Kennenlernen nicht zu kurz
kam. Hier konnte man ohne Zeitdruck am Thema bleiben. Und hier konnte man
auch Mensch sein, besonders abends in fröhlicher Gesangs- und Feierrunde.
Nun, und wenn jetzt der Herrgott – frei nach
dem Hauptmann von Köpenick käme und fragte: „Was hast du denn gemacht in
deiner Presbyterzeit, Ralf Peter Becker?“ Ein ganz schlechtes Gewissen
hätte ich nicht. Kann man nicht immer mehr machen? Für die nächsten
Presbyterwahlen wünsche ich der Gemeinde gute Bewerber / Innen – und vor
allem mehr Kandidaten! Für Ratschlage stehe ich gerne zur Verfügung.
Ralf-Peter Becker (Gemeindebrief
März/April 2000)
P.S.: Für das „Evangelische Gottesdienstbuch“,
das mir die Gemeinde für meine Ausbildung zum Predigthelfer geschenkt hat,
möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Ich werde es bei
den Gottesdienstvorbereitungen sicher gut gebrauchen können.
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Das war fast wie auf
einem kleinen Kirchentag: „Open Air Gottesdienst“ der Evangelischen
Kirchengemeinde Norf – Nievenheim in Allerheiligen am 05.06.05 im
Neubaugebiet vor dem Kindergarten „Wurzelzwerge“. Mit so vielen Leuten
schätzungsweise 150 Personen - hatten wir gar nicht gerechnet.
Viele Zaungäste aus den umliegenden Wohnhäusern nahmen zusätzlich aus
ihren Wohnungen heraus teil. Und der Draht nach oben schien auch
das Wetter zu beeinflussen, denn trotz dunkler Wolken blieb es trocken und
fing erst nach Abschluß des Gottesdienstes an zu regnen. Superintendent
Hermann Schenck und Pfarrer Ralf Düchting führten durch den
Gottesdienst, und sie belebten ihn mit einem sehr gelungenen
kabarettistischen Auftritt zum Thema „WIE SOLL KIRCHE SEIN?“ Zu dieser
Frage konnten sich auch die Teilnehmer auf Zetteln äußern, mit denen in
Form von Bausteinen eine Kirche auf einer Stellwand gebaut wurde. Die
Musik zu den gemeinsamen Liedern wurde – in guter evangelischer
Tradition – vom Posaunenkreis der Evangelischen Kirchengemeinde
gestaltet. Und ein wirkliches Highlight war der NEW LIFE GOSPELCHOR aus Düsseldorf
– Flingern, der mit seinen Songs immer wieder regelrechte Beifallsstürme
hervorrief. Nach dem Gottesdienst konnten sich die Teilnehmer dann noch
mit Kaffee und Kuchen stärken und dabei auch über kirchliche Aktivitäten,
die auf Stellwänden präsentiert wurden, informieren. Resümee: so soll
Kirche sein....sie soll präsent sein und zu den Menschen gehen. Das
jedenfalls war der Eindruck fast aller Besucher, denen dieser Gottesdienst
viel Freude bereitet hat. Fortsetzung folgt!!!! (Leserzuschrift an die NGZ
vom 05.06.05 von Ralf-Peter Becker)
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Mir war es nicht bewusst, und Ihnen
ist es vielleicht auch nicht bewusst: 25 Jahre wird die Verbindung mit
der JVA Attendorn im nächsten Jahre alt. Und das soll – laut Pfarrer Greger
aus Attendorn – auch groß gefeiert werden. Als an mich das Anliegen herangetragen
wurde, den diesjährigen Besuch in Attendorn am 10.09.05 „gottesdienstmäßig“
zu gestalten, habe ich erst ein wenig gezögert; ja, ich war – alles in
allem – sehr skeptisch. Doch dann fasste ich mir ein Herz und nahm das
Angebot an, gemäß meiner Lieblingsbibelstelle
aus 2.
Timotheus 1,7: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
Es war schon eine lustige „Fuhre“,
die sich da am 10.09.05 um 07.00 Uhr auf den Weg nach Attendorn machte:
Frau Henrich, Frau Tornow, meine Schwiegermutter Gisela Fessel, meine
Frau Sigrid, meine Tochter Kerstin und unser Organist Herr Scholz. Mit
dem schon betagten Gemeindebus steuerte ich dann Richtung Sauerland -
immer den Fuß bis zum Bodenblech durchgetreten, doch an Steigungen wurden
wir gnadenlos von LKWs überholt. Und ich denke, dass es an der Beschriftung
des Busses lag, dass man Nachsicht mit uns hatte und uns nicht von der
Strasse hupte. Herr Scholz erwies sich als „guter Fährtenfinder“ und führte
uns sicher – mit einem kleinen Umweg – bis zur JVA, an der wir so um 09.00
Uhr ankamen. Wir wurden von Pfarrer Greger abgeholt, und nach einer kurzen
Vorstellung gab es ein gemeinsames Frühstück mit den Gefangenen, wobei
wir jeweils mit 4 bis 6 Inhaftierten an verschiedenen Tischen saßen. Die
Gesprächserfahrungen waren für alle von uns wertvoll, und ich denke, das
diese Beurteilung auch auf die Insassen der JVA zutraf. Beim Frühstück
wurde ich von Pfarrer Greger interviewt – insbesondere im Hinblick auf
meine Tätigkeit als Prädikant. Möglicherweise lag es eben an der Ehrenamtlichkeit
der Tätigkeit, dass von 23 Personen nach dem Frühstück nur ein Mann wegen
gesundheitlicher Probleme dem folgenden Gottesdienst in der sehr schönen
Gefängniskapelle fernblieb. Die übrigen 22 Inhaftierten erschienen allesamt
im Gottesdienst. Die Gestaltung des Gottesdienstes erwies sich als einfach
„anders“:....... so wurden die Lieder vor dem Gottesdienst geprobt, wobei
die Begleitung in Ermangelung eines Organisten vor Ort durch mich mit
der Gitarre erfolgte; .......so musste ich auf Teile der Liturgie verzichten,
weil ich sonst zeitmäßig mit dem Mittagsessen in Konflikt geraten wäre;
....... so musste ich das christliche Glaubensbekenntnis wegfallen lassen,
weil auch Muslime anwesend waren; ....... und so musste ich – und das
war eine neue und bereichernde Erfahrung – auf Zwischenrufe und Fragen
während der Predigt eingehen, letztlich also völlig weg vom Konzept improvisieren.
Ein Abschlussgespräch mit Pfarrer Greger machte uns mit den speziellen
Problemen einer reinen Zwangsmännergemeinschaft vertraut und eröffnete
uns auch einen Einblick in seine Tätigkeit mit ihren vielen Facetten.
Abgerundet wurde der Besuch dann durch die Besichtigung der Holztherapiewerkstatt:
und hier erstanden einige der Mitfahrer/ - innen das ein oder andere schöne
und preiswerte Stück. Ich denke, dass ich im Sinne aller
Besucher sagen kann, dass es gut war, in relativ großer Personenzahl vor
Ort zu erscheinen, da eine Gesellschaft, die im Bus anreist, schon mit
diesem äußeren Zeichen Geschlossenheit signalisiert. Darüber hinaus drückt
sich in der Zahl der Mitreisenden ja sicher auch eine Wertschätzung für
die Gefangenen aus. Und schließlich ist es für den Prediger auch sehr
schön, ein Stück Heimat mitzubringen, denn das gibt Sicherheit. Ich wünsche
mir für zukünftige Besuche, dass mehr Gemeindemitglieder die Reise nach
Attendorn auf sich nehmen: sicher, es ist anstrengend, aber ich bin froh,
es getan zu haben. Und der Gegenbesuch? Nun, immerhin kamen 17
Personen aus Attendorn zu uns in die Trinitatiskirche am 18.09.05. Mit
zwei Fahrzeugen hatten sie sich auf den Weg zu uns gemacht. Um 09.00 Uhr
ging es los mit einem Frühstück. Schön war es hierbei, dass von den
Jugendgruppen noch einige Jugendliche und ihre Betreuer bei diesem Frühstück
dabei waren : übriggeblieben nach einer „Nachleseferiennacht“. Nahezu
alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die nach Attendorn gefahren waren,
waren auch zugegen; und die Gefangenen hatten somit sofort ihre
Ansprechpartner. Nach dem Frühstück folgte dann das Einsingen der
Lieder. Und hier war die Unterstützung durch Herrn Scholz als Organist
doch sehr hilfreich. Der Gottesdienst wurde diesmal komplett durch Pfarrer
Greger und die Inhaftierten gestaltet. Doch die Gemeinde wurde bei der
Ausgestaltung der Lieder kräftig mit eingebunden. Und ganz ehrlich: es
klang schon sehr schön mit dieser Vielzahl sonoren Männerstimmen.
Nach dem Gottesdienst hatten dann die
Gemeindemitglieder bei einem kleinen Mittagessen noch Gelegenheit,
sich mit den Besuchern zu unterhalten und ihnen näher zu kommen.
Hierbei verteilten die Kinder aus dem Kindergottesdienst
selbstgemalte Bilder mit Bibelsprüchen an die Häftlinge: und da war
schon so manche Rührung zu bemerken. Gegen 13.30 Uhr verließen uns
unsere Gäste in Richtung Attendorn, nicht, ohne das große weiße Plakat
mitgenommen zu haben, das an der Wand der Trinitatiskirche auf diesen
Besuch während der letzten Tage hingewiesen hatte. Auf ihm stand in großen
roten Lettern:
„Jesus im Gefängnis: besuch ihn!“
(Bericht
für den Gemeindebrief vom 19.09.05 von Ralf-Peter Becker)
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Hatte ich bisher versäumt....die
GOSPELNIGHT’s in der Trinitatiskirche in Rosellerheide>>>>Termine
und sonstige Ausreden. Doch diesmal ließ ich mich nicht abhalten und überwand
meinen „inneren Schweinehund“. Aber dass es wie Weihnachten werden würde,
das hatte mir niemand gesagt: und somit war ich zu spät am Ziel, um
meinen alten Knochen einen Sitzplatz zu verschaffen: das hieß dann
>>>>stehen bis zum „Umfallen“. Auf der anderen Seite ist
es ja auch immer mal schön, dass Kirchenräume aus den Nähten platzen.
Doch das Stehen, das ich ja von Berufs wegen gewöhnt bin, konnte bei der
Musik nicht zu Ermüdungserscheinungen führen. Drei Chöre waren dafür
verantwortlich, dass auch nicht eine Minute Langeweile aufkam: GOOD NEWS
aus DORMAGEN, HARAMBEE aus NEUSS und NEW LIFE GOSPEL CHOR aus DÜSSELDORF.
Die Musik, die sie boten – unterbrochen von einer 20 minütigen Pause
– war äußerst abwechselungsreich: GOOD NEWS bot unter der engagierten
Leitung von Bert Schmitz Gospels, die sehr einfühlsam teilweise schon
Soulcharakter hatten, HARAMBEE überraschte unter der Leitung von Anette
Eick mit Liedern in Suaheli – für mich sehr ungewohnt, doch klanglich
reichhaltig, und NEW LIFE GOSPEL CHOR unter der Leitung von Peter Mante
– die ja schon am 05.06.2005 im „Open Air Gottesdienst“ in
Allerheiligen aufgetreten waren - blieb in der Tradition der bekannten
Traditionals. Sie animierten das Publikum regelrecht zu „Fischerchören“
im guten Sinne zu werden. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend,
der – so hoffe ich doch sehr – die FROHE BOTSCHAFT unserer Kirche „rüberbringen“
konnte. Die Tradition der Gospelnights sollte unbedingt fortgesetzt
werden. Und vielleicht sollte man sich in Gottesdiensten einfach mal mehr
„trauen“, diese einfühlsame und doch kraftvoll einfache Musik mit der
Gemeinde zu singen. Ich werde es versuchen . Auch wenn wir nicht aus der
Tradition dieser Musik kommen, so steht doch fest, dass viele Menschen sie
mögen. Warum sollte man da nicht anknüpfen? (Bericht
für den Gemeindebrief Juni bis August 2007 von Ralf-Peter Becker)
Ralf-Peter
Becker
(
11.03.2007)
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Zum
dritten Mal wurde in diesem Jahr die gesamte Bibel "in einem
Rutsch" gelesen - Tag und Nacht. Sicher, das machen viele Gemeinden:
aber dreimal innerhalb von 15 Jahren, das ist schon bemerkenswert. Zum
1.sten Mal wurde eine solche Veranstaltung im Jahr 1992 - dem Jahr der Bibel
- durchgeführt, vom 29.10.92 bis zum 01.11.92. Die zweite Veranstaltung war
dann 1999,und zwar vom 25.11.99 bis zum 28.11.99: am Schlußtag
begann das Kirchenjahr 2000, in dem der ökumenische Christentag in Neuss
gefeiert wurde. Und nun wagte die Gemeinde es zum dritten Mal im Jahr 2007,
von Donnerstag, 29. 11., 06.30 Uhr bis Sonntag, 02.12. , 20.17
Uhr. Wie bei der vorauf gegangenen Veranstaltung im Jahr 1999
beendete auch 2007 ein feierlicher Gottesdienst, in dem ein Gospelchor für
eine reichhaltige musikalische Unterstützung sorgte, die Mammutveranstaltung.
Und um exakt 20.17 Uhr konnte Superintendent Hermann Schenck die letzten
Worte der Offenbarung lesen:"Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. - Amen, ja,
komm, Herr Jesus! Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!" (Offb 22,20-21)
Warum
macht man so etwas, wird sich vielleicht der ein oder andere fragen?! Möglicherweise
schwingt da auch etwas Skepsis mit hinsichtlich der doch bei Bibeltexten
immer geforderten Andacht. Man kann diesen Eindruck nicht ganz in Abrede
stellen, denn natürlich wird während der Veranstaltung
"hochgerechnet", wie man mit der Zeitvorgabe hinkommt: und dann muß
man auch das Lesetempo variieren. Doch trotz dieser "Tricks" habe
ich nie das Empfinden gehabt, daß vom Gehalt des Inhalts etwas verloren
ging oder gar in den Bereich des Unwürdigen abglitt. Nun: die Bibel ist
gemeinhin bekannt als "DAS BUCH DER BÜCHER". Nahezu jeder besitzt
ein Exemplar, aber nur selten schauen die meisten Menschen auch hinein.
Manche Bibeln fristen ein "unberührtes Regaldasein" und sind nach
Jahrzehnten "im Inneren wie neu". Schaut man aber ins Medium unserer Zeit, das Internet, so findet man unglaublich
viele Seiten mit kompletten Bibelübersetzungen, Bibelauslegungen,
Bibelkommentaren, Bibelkritiken.......Es gibt große und kleine Bibeln: so
ist die größte Bibel 2,5 m dick, und die kleinste paßt in eine
Streichholzschachtel. Übersetzt hat man die Bibel in über 2000 Sprachen,
und sie wurde bisher mehr als eine halbe Milliarde mal gedruckt. Die Bibel
verbindet ja auch Juden und Christen, denn die jüdische Tora beeinhaltet
u.a. die 5 Bücher Mose, die ja bekanntlich einen großen Teil des
christlichen Alten Testamentes ausmachen. Und so verschieden die
christlichen Kirchen sich auch darstellen, so bekennen sich doch alle zur
Bibel: orthodoxe, römisch-katholische, evangelische und freikirchliche
Christen. Folgerrichtig wurden alle Veranstaltungen in der Trinitatiskirche
dann auch ökumenisch durchgeführt. Daß es schon eines gewissen
Engagements bedarf, einer Nachtlesung zu lauschen oder sie gar selbst
vorzutragen, ist sicher kaum der Erwähnung wert. Doch gerade nachts
entstand oft eine ganz besondere Stimmung, die von echtem und ergriffenen
Zuhören geprägt war. So kann ich für mich selbst sagen, daß ich es
keineswegs als zufällig empfand, am Sonntagmorgen um 03.00 Uhr ausgerechnet Matthäus 28 lesen zu dürfen:
die Auferstehung Jesu und den Missionsbefehl. Gerade diese beiden
Ereignisse sind für mich und mein Verständnis christlicher Lehre die
wichtigsten, denn in der Überwindung des Todes ist zugesagte Hoffnung für
mich, mit der Verpflichtung, dieses weiterzusagen! Wie in den
Veranstaltungen in den Jahren 1992 und 1999 waren natürlich sehr viele
Menschen involviert: Betreuer/innen, die für volle Wassergläser, Kaffee
und Kuchen sorgten, Leser/innen, die zu jeder Zeit bereit standen, auch,
wenn jemand "ausfiel" und Hörer/innen, die nicht nur bei
prominenten Personen anwesend waren. Ohne diese engagierten Teilnehmer/innen
hätte man das Ereignis nicht erfolgreich durchführen können. Schön war,
daß auch im Jahr 2007 der Kreis der Leserinnen und Leser sich über alle
Generationen erstreckte: so waren sowohl Konfirmanden als auch
Senioren mit von der Partie. Und auch die "Prominenz" war
vertreten: Präses Schneider reihte sich geduldig in die
Schlange der Leser ein. Eine Einladung zu einem kleinen Imbiß im Anschluß
an die Veranstaltung wurde von vielen Menschen gerne angenommen und auch zum
regen Gedankenaustausch genutzt.(Bericht für den
Gemeindebrief März bis Mai 2008 von Ralf-Peter Becker) |
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"Aller guten Dinge sind drei", so sagt ein Sprichwort.
Nun waren sie schon zum dritten Male bei uns in der Gemeinde in
Rosellerheide: die Mädels und Jungen vom "New-Life-Gospelchor". Laut ihrer
neuesten CD nennen sie sich jetzt allerdings "New Life Fellowship". Nun, wie
dem auch sei: sie schafften es diesmal besonders beeindruckend, die Besucher
des Konzertes am 14.12.2007 von den Stühlen zu reißen. Sicher, sie sangen
auch Weihnachtslieder unter dem schönen Adventskranz der Trinitatiskirche
und wurden damit der Ankündigung im Gemeindeblatt gerecht. Doch es waren die
traditionellen Spirituals, die die Menschen zum Klatschen, Fingerschnipsen
und Mitsingen animierten. Und in der Animation waren die Akteure diesmal
wahre Meister. Sie bezogen die ca. 100 Besucher des Konzertes in jeder nur
möglichen Phase mit in das Geschehen ein, besonders auch die Kinder. Sie
schafften es, die Gefühle der Besucher in wohltuende Schwankungen zu
versetzen, indem sie einen Wechsel rhythmisch rasanter traditioneller
Spirituals und melodisch weicher und sensibler Gospels darboten. Die
musikalische Begleitung der Sängerinnen und Sänger lag wie immer in den
bewährten Händen von Peter Mante, der dem Keyboard melodische und
rhythmische Klänge in Vielfalt entlockte. Viel zu schnell gingen die ca. 2
Stunden der Veranstaltung vorbei. Da der Eintritt frei war, wurde um eine
Spende gebeten: man unterstützt ein Schulprojekt in Afrika. Wir wünschen uns
doch sehr, daß dieser Besuch des Chores in Rosellerheide nicht der letzte
war. Was soll auch schon ein Sprichwort? Und zur nächsten Gospelnight
2008 wird der Chor doch sicher wieder mit von der Partie sein????!!!! (Bericht für den
Gemeindebrief März bis Mai 2008 von Ralf-Peter Becker) |
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Das ANATOLKREUZ in der TRINITATISKIRCHE in
Rosellerheide
Karl-Heinz Herzfeld, den meisten
bekannt als Anatol, ist ein in Neuss schaffender Künstler, der u.a. auf der
Museums - Insel Hombroich in einem von ihm gestalteten Wohn- und Arbeitshaus
tätig ist. Einigen wird noch seine spektakuläre Kanufahrt im selbst
geschnitzten Einbaum in den 70-er Jahren mit Joseph Beuys über den Rhein in
Erinnerung sein, mit der er gegen den Rauswurf des Künstlers Beuys durch
Johannes Rau aus der Kunstakademie protestierte. Das abgebildete Kreuz wurde
von Anatol aus Abbruchholz des Theresienhospitals in Düsseldorf gefertigt.
Laut eigenen Aussagen in einem Telefongespräch mit Anatol am 24.10.2008 hat
er das Kreuz für eine Weihnachtsfeier mit seinen Kollegen bei der Polizei im
Jahre 1987 gemacht. Sein ehemaliger Kollege Keller meint allerdings genau in
Erinnerung zu haben, dass es 1989 in der Dienststelle am Gründonnerstag mit
einem traditionell christlichen Fischessen eingeweiht wurde, wobei das Kreuz
auf dem Tisch lag. Wie dem auch sei: In das im Kreuz vorhandene Loch wurde
damals eine Kerze gestellt. Diese Feier war eine einmalige Sache mit Anatol,
denn dieser wurde bald darauf als Polizist im Bereich Verkehrserziehung
pensioniert. In den folgenden Jahren geriet das Kreuz zunehmend „ins
Abseits“, d.h. es wanderte von Raum zu Raum, wenn auf der Dienststelle
renoviert wurde, und es wurde zunehmend als lästig empfunden. In
Vergessenheit geriet es nur zeitweise, denn durch seine Größe wurde es immer
wieder zur Fußfalle und brachte sich so in Erinnerung. Als Helmut Keller
1999 pensioniert wurde, nahm er das Kreuz, das Anatol der Dienststelle
geschenkt hatte, mit Einwilligung des Künstlers mit nach Haus, denn keiner
wollte es dort weiterhin haben. Bei einer „zufälligen Begegnung“ zwischen
Helmut Keller und mir bei einer privaten Feier bei der Familie Pelzer in
Allerheiligen wurde das Interesse der Kirche an dem Kunstwerk bekundet. Es
kam zum Kontakt zwischen Helmut Keller und Pfarrer Hermann Schenck: als
Ergebnis wurde das Kreuz der Trinitatiskirche überlassen, in die es Helmut
Keller eigenhändig mit seinem VW Passat brachte. Das Kreuz wurde dann ab
2005 jeweils zu Ostern in der Trinitatiskirche aufgestellt: anfangs stehend
in einem großen Kübel, später schräg liegend auf dem Boden. In einer
„Überarbeitung“ fertigte Anatol für das Kreuz später auf Bitten von Hermann
Schenck einen Korpus an. Bei der Übergabe des Korpus, der allein schon durch
die „skandalrote“ Farbe des Lendenschurzes Jesu schockieren konnte und das
bei vielen Gemeindegliedern auch tat, „setzte Anatol noch eins drauf“, indem
er sagte : „Annageln müsst ihr ihn schon selber!“ Bewusst oder unbewusst
gesagt….sicher muß man sich nachdenklich die Frage stellen, wie oft wir das
alle wirklich im Leben tun: „ihn annageln!“? Rein praktisch wurde die
Aufgabe dem Küster Salmen überlassen. Na ja!? In einem feierlichen
Gottesdienst wurde das überarbeitete Kreuz dann erneut „offiziell in Dienst
gestellt“. Mit einer anschließenden Feier im Frühjahr 2006 wurde auch eine
Ausstellung einiger Bilder Anatols eröffnet, zu deren Eröffnung der Künstler
persönlich anwesend war. (Bericht für den
Gemeindebrief März bis Mai 2009 von Ralf-Peter Becker)
http://www.ngz-online.de/public/article/nachrichten/694092/Anatols-Kreuz.html

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Mehr oder weniger „gezwungen“
durch meine Tochter Kerstin, der ich den Besuch der Veranstaltung
versprochen hatte, war ich Gast bei der Gospelmesse MISSA PARVULORUM DEI von
Ralf Grössler, die am Samstag, den 29. Mai 2010 um 20.00 Uhr in der
Trinitatiskirche unter der Leitung von Hanna Wolf-Bohlen aufgeführt wurde.
Nicht, dass ich Musik nicht mag, nein, ich war einfach nur müde von vielen
Aktivitäten an diesem Tag. Die Besucherzahl an diesem Samstagabend war
erstaunlich hoch, so dass wir nur noch einen Platz an der Seite bekamen,
obwohl wir eine Viertelstunde vor Beginn des Konzerts in der Kirche waren.
Nach einer kurzen, aufschlussreichen Einführung von Superintendent Hermann
Schenck zum Thema und Begriff „Messe“ begann das Konzert mit einem locker
gestalteten Einzug der Sängerinnen und Sänger: sie schnippten mit den
Fingern und sangen den INTROITUS „Come on, let us go to the house of the
Lord….“, bis sie auf dem Bühnenpodest gut sichtbar Platz nahmen. Doch ich
traute meinen Augen nicht, als ich sah, wer da einmarschierte: viele
bekannte Gesichter von Jugendlichen und auch Erwachsenen unserer Gemeinde,
die Jugendkantorei der Evangelischen Kirchengemeinde Norf-Nievenheim mit
Projektsängern. Zwar war alles so auch angekündigt worden, aber ich hatte
mal wieder nicht richtig gelesen. Und da durchzuckte mich vor Ort schon eine
gewisse Skepsis angesichts meiner Erwartungshaltung hinsichtlich
Professionalität. Und so war ich dann umso beruhigter, als ich im Programm
neben dem Namen der Sopranistin Suzanne Thorp die Namen vieler Musiker lesen
konnte, deren sichtbares Equipment allein schon Qualität signalisierte. Doch
was dann kam, das haute mich schlichtweg um!!!!!!! Diese Stimmgewalt hätte
ich den Laiensängerinnen und -sängern wirklich nicht zugetraut. Sie zeigten
unter der Leitung unserer Kantorin, die auf ihrem kleinen Pult mit ganzem
körperlichen Einsatz dirigierte, eine erstaunlich große Bandbreite allein
schon in der Dynamik. Wieviel Übung – so sagte ich mir - musste notwendig
gewesen sein, um dieses brilliante Ergebnis zu erzielen! Und um nicht
optisch „abgelenkt“ zu werden, schloß ich über weite Teile des Konzertes die
Augen. Die Bandbreite des Werkes, bestehend aus INTROITUS, PSALM, KYRIE,
GLORIA, CREDO, MEDITATION, SANCTUS, AGNUS DEI und FINALE, war mir unbekannt:
aber für mich ist es schon in der Kategorie „sehr anspruchsvoll“
einzugliedern. Die Mischung von konventioneller Kirchenmusik und Jazz
empfand ich als sehr gelungen. Und sicher war es hilfreich, die
englischsprachigen Texte in den ausgelegten Programmblättern übersetzt zu
finden. Persönlich haben mich auf Grund meiner musikalischen Tradition die
Teile besonders angesprochen, die Blues – und Jazzelemente mit betontem Beat
unterlegten. Da konnte ich – wie viele andere Besucher auch – nicht still
sitzen, da musste ich „wippen“. Man merkte den Künstlern wirklich an, dass
sie viel Freude an der Darbietung hatten, und der Zuschauerapplaus – mit „standing
ovation“ am Schluß - war dann auch berechtigterweise fast ekstatisch.
Insgesamt war ich so im Nachhinein meiner Tochter wirklich dankbar, mich zum
Besuch „gezwungen“ zu haben. Und ich wünsche mir sehr, dass sowohl die
Sängerinnen und Sänger als auch die Kantorin sich weiter an „größerer
Kirchenmusik“ versuchen. Sie werden Erfolg haben. Ich kann nur GLÜCKWUNSCH
sagen! (Bericht
für den Gemeindebrief Dezember 2010 bis Februar 2011 von Ralf-Peter Becker)
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Geocaching, das ist genau das
Richtige für alle, die sich zwar gerne mal bewegen, aber denen nur "normales
Wandern" zu langweilig ist. Man könnte es auch als moderne Form der guten
alten Schnitzeljagd bezeichnen: modern heißt in diesem Fall: GPS
unterstützt! Da dieses Hobby Millionen Menschen auf der ganzen Welt
fasziniert, gibt es naturgemäß im Netz so viele Informationen darüber, daß
hier nur einige LINKS genannt werden, die zu den entsprechenden Webseiten
führen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching
,
http://www.geocaching.com,
http://www.opencaching.de
Mit Geocaching lassen sich mit
Hilfe so genannter Rätselcaches(das sind Caches, bei denen man zum Ermitteln
der Versteckkoordinaten Aufgaben lösen muß) sehr gut vielfältige Bereiche
des täglichen Lebens abdecken. Auch KIRCHEN sind ein beliebter Bereich
dabei. So gibt es in der Nähe vieler Kirchen so genannte KIRCHENCACHES, die
sich zum Ziel setzen, sich mit den Gebäuden und auch ihrer Geschichte zu
beschäftigen. Ein solcher Cache liegt seit 2 Jahren auch an einer der drei
Kirchen der Kirchengemeinde NORF-NIEVENHEIM. Sie können ja mal nachschauen
unter:
http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=4bac370c-1452-449b-8921-f4849ce62b59
oder
http://tinyurl.com/46u5x8f
Für Gemeindeglieder sollten die Aufgaben einfach zu lösen sein! Und wenn man
einen GPS-Empfänger hat, kann man den Cache sicher auch finden und loggen
und eventuell selbst zu Geocacher werden. Übrigens: auch im kirchlichen
Rundfunk der Privatsender wurde vor kurzem über Geocaching berichtet in der
Sendung „Augenblick mal“ - man kann sich die Sequenz auch im Internet
anhören:
http://www.ekir.de/pep/index.php?s=file_download&id=824 oder
http://tinyurl.com/4tjdy6s (Bericht
für den Gemeindebrief März 2011 bis Mai 2011 von Ralf-Peter Becker)
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Text vom
Hintergrundlied "Laudato si" |
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